Regie: Marc Webb
Story: Erin Cressida Wilson
Besetzung: Rachel Zegler, Gal Gadot
Kinostart: 20.03.2025
Trailer: https://youtu.be/VnDE2KOZXBY

Schneewittchen kennen wir alle ja schon zur Genüge. Als Märchen, Zeichentrick und in vielen anderen Variationen. Da ist es dann schon eine Herausforderung den Stoff wieder mal neu auf die Leinwand zu bringen. Deshalb hat sich Erin Cressida Wilson etliches für die neue Story überlegt. Das Wichtigste ist der sehr gelungene Mix zwischen Schneewittchen und Robin Hood. Das passt überraschend gut zusammen und bringt viel Erdigkeit in die Geschichte.

Als zweites hat Marc Webb etlichen Kitsch aus der Inszenierung genommen. Schneewittchen ist nicht zu 100% süß, sondern durchaus selbstbewusst, ernst und fordernd. Auch das Zusammenspiel mit den sympathischen Gaunern aus dem Wald ist auf Augenhöhe und die Prinzessin zeigt Kante. Fantastisch sind auch die Zwerge, welche im Film viel Tiefe und persönliche Entwicklung bekommen. Die Animation ist hierbei sehr hilfreich und ermöglicht viele Facetten.

Die gelungene Musical-Verbindung ist ein weiterer Pluspunkt. Die Songs gehen ins Ohr uns sind stellenweise auch humorvoll. Gegebenenfalls sollte man sich Schneewittchen aber im englischen Original ansehen, denn bei den Musical-Einlage hat der Originaltext mehr Schwung und Gefühl. Das heißt aber nicht, dass die deutsche Version der Songs nicht gut wäre, aber das Original ist eben schwer zu erreichen.

Insgesamt ist Schneewittchen zwar ein Kinderfilm, aber auch für erwachsene Kinder sehr zu empfehlen. Die vielen Facetten und Ideen ergeben ein tolles Ideen-Feuerwerk und sind ein Genuss für sich. Somit einfach mal wieder Kind sein dürfen und mit Schneewittchen und Robin Hood durch die Wälder streifen. Was könnte schöner sein.

Hier noch ein kleiner Service von uns. Damit Ihr die sieben Zwerge alle auf dem Schirm habt, schreiben wir Euch die deutschen und englischen Namen mal auf:
Chef – Doc
Happy – Happy
Schlafmütz – Sleepy
Hatschi – Sneezy
Pimpel – Bashfull (Übersetzung: Schüchtern)
Brummbär – Grumpy
Seppel – Dopey (Übersetzung: Doof)
