Titel: Digger
Regie: Alejandro G. Iñárritu
Besetzung: Tom Cruise, Riz Ahmed, John Goodman, Sandra Hüller, Michael Stuhlbarg, Jesse Plemons.
Kinostart: 01.10.2026
Trailer: DIGGER – Finaler Trailer Deutsch German (2026)

ACHTUNG !!! Dieser Film wird Ihre Weltanschauung ändern. Oder um genau zu sein: Er wird Ihre Art, wie sie die Ereignisse auf der Welt betrachten, ändern. DIGGER treibt es nämlich auf die Spitze. Unseren Konsum, die Gier nach Öl und Geld, den amerikanischen Alptraum und nicht zuletzt den Wahnsinn des Kapitalismus an sich. Dabei beginnt er schon mit Vollgas und man ahnt sehr schnell, dass es noch viel viel schneller werden wird.

Der Regisseur Alejandro G. Iñárritu hat uns ja schon mit „Birdman“ beglückt und nach einer halben Stunde stellen wir fest, dass wir schon wieder im Theater gelandet sind. Dieser Rahmen ist mehr als passend. Im Theater wird die Welt zugespitzt, übertrieben und auf die eigentliche Essenz kondensiert. Das genau ist DIGGER!!! Ein Theater mit der ganzen Welt. Der Regisseur G. Iñárritu hat auch wieder das Drehbuch selbst geschrieben. Auch an der Produktion war er beteiligt. Somit hatte er alle Fäden in der Hand und hat sie auf faszinierende Weise zu einem Handlungsstrang verwoben, welcher in dem Verständnis von Theaterkunst seinesgleichen sucht.

Jeder der bisher Tom Cruise – oft mit Recht – kritisiert hat muss aber nach DIGGER zu Kreuze kriechen. So authentisch, facettenreich, grenzenlos und absurd ist sein Spiel, so dass man ihn schon mal auf die Oscar-Liste setzen kann. Es ist spannend wie ein gutaussehender Mann wie Tom Cruise immer mit einer Maske, welche ihn hässlich macht, zu neuen Höhen emporsteigt. Jede Eitelkeit ist aus ihm gewichen und er agiert wie wenn es um sein Leben ginge. Aber ehrlich gesagt, darum geht es auch.

Die weiteren Darsteller stehen ihm in nichts nach. Jeder von Ihnen schießt aus vollen Rohren oder arbeitet sich aus der dritten Reihe systematisch bis in den Spot vor und hält einen Theatermonolog, der einem den Atem verschlägt. Den das ist Theater auch: Hoffnung, Freude und Verarbeitung von Traumata. Den Film DIGGER sollte man somit wie einen Theaterbesuch planen. Mit besonderem Dresscode und einer gut selektierten Begleitung sollte man in den Kinosaal flanieren und Platz nehmen zum Weltuntergang.

Wenn man dann den Kinosaal verlässt ist die Welt eine andere und man muss mit einem langen Gespräch das Gesehene verarbeiten, sortieren und Schlüsse für sich selbst ziehen. Dabei gibt es aber eine Trost für uns: Es ist noch Zeit um Dinge zu ändern, wenn auch wenig. In DIGGER scheint das nicht so!!!

















































