Hacked by trenggalek6etar

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– JATIM4U –

Jangene_Cakep – Panataran – 0x1999 – 0xIDiot – Unlucky – Mr.Optimuz_Root

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Whalefall – Im Inneren des Wals

Titel: Whalefall

Regie: Brian Duffield

Besetzung: Austin Abrams, Josh Brolin, Elisabeth Shue, John Ortiz, Jane Levy und Emily Rudd

Kinostart: 15.10.2026

Trailer: https://youtu.be/buGAP_FMpv4?si=d4aFpFhhwuQdGUxx

Ach, Whalefall ist einer dieser Filme, bei dem man eigentlich begeistert sein will und andererseits etliche Elemente enthält über die man einfach nicht hinwegsehen kann. So ist er ein ständiges emotionale Auf und Ab. Dabei ist er hervorragend recherchiert. Im Vorfeld wurden wichtige Fragen geklärt. Welcher Wal kann denn überhaupt einen Menschen im Ganzen verschlucken? Wie reagiert der Wal auf diesen Fremdkörper im Magen? Was machen die Inhalte im Magen mit einem Menschen? Und vor allem: Welche Lebewesen trifft man denn im Inneren des Wals. Das macht den Film sehr spannend. Man hat Einblicke, die man noch nirgendwo gesehen hat.

Austin Abrams as Jay Gardiner in WHALEFALL.© 2026 20th Century Studios. All Rights Reserved.

Dabei wurden mit viel Energie und Genauigkeit die Mägen des Wals realistisch nachgebaut und animiert. Das ist in Whalefall wirklich sehr gelungen. Man denkt dass Jay wirklich im Magen eines Wals ist und fühlt mit ihm. Um die Wale im Wasser darzustellen wurden herausragende Computeranimationen entwurfen. Diese Gipfeln in einem Kampf vieler Wale miteinander. Es ist ja bekannt, dass Wasser allein schon schwer zu animieren ist. Wenn dann auch noch eltiche riesige Tiere darin umherschwimmen und kämpfen wirkt die Aufgabe schier unmöglich. Sie wurde aber mit viel Bravour gelöst.

Austin Abrams as Jay Gardiner in WHALEFALL.

Sehr störend an dem Film ist aber seine stark amerikanische Machart. Gefühle werden in eine unerträgliche Länge und Kitsch gezogen. Dazu noch emotionalisierende Musik und Vater – Sohn Klischees. Wer auf diese Art steht kann Whalefall in vollen Zügen genießen. Die anderen müssen diese Momente einfach durchstehen und bekommen dafür sehr spannendes Wissen über Wale, dass sie nicht vergessen werden.

(L-R): Austin Abrams as Jay Gardiner and Josh Brolin as Mitt Gardiner in 20th Century Studios‘ WHALEFALL. © 2026 20th Century Studios. All Rights Reserved.

Digger – Großartiger Weltschmerz

Titel: Digger

Regie: Alejandro G. Iñárritu

Besetzung: Tom Cruise, Riz Ahmed, John Goodman, Sandra Hüller, Michael Stuhlbarg, Jesse Plemons.

Kinostart: 01.10.2026

Trailer: DIGGER – Finaler Trailer Deutsch German (2026)

LONDON, ENGLAND – SEPTEMBER 22: Tom Cruise attends the „Digger“ World Premiere & Royal Film Performance™on September 22, 2026 in London, England. (Photo by Jeff Spicer/Getty Images for Warner Bros.)

ACHTUNG !!! Dieser Film wird Ihre Weltanschauung ändern. Oder um genau zu sein: Er wird Ihre Art, wie sie die Ereignisse auf der Welt betrachten, ändern. DIGGER treibt es nämlich auf die Spitze. Unseren Konsum, die Gier nach Öl und Geld, den amerikanischen Alptraum und nicht zuletzt den Wahnsinn des Kapitalismus an sich. Dabei beginnt er schon mit Vollgas und man ahnt sehr schnell, dass es noch viel viel schneller werden wird.

Der Regisseur Alejandro G. Iñárritu hat uns ja schon mit „Birdman“ beglückt und nach einer halben Stunde stellen wir fest, dass wir schon wieder im Theater gelandet sind. Dieser Rahmen ist mehr als passend. Im Theater wird die Welt zugespitzt, übertrieben und auf die eigentliche Essenz kondensiert. Das genau ist DIGGER!!! Ein Theater mit der ganzen Welt. Der Regisseur G. Iñárritu hat auch wieder das Drehbuch selbst geschrieben. Auch an der Produktion war er beteiligt. Somit hatte er alle Fäden in der Hand und hat sie auf faszinierende Weise zu einem Handlungsstrang verwoben, welcher in dem Verständnis von Theaterkunst seinesgleichen sucht.

Jeder der bisher Tom Cruise – oft mit Recht – kritisiert hat muss aber nach DIGGER zu Kreuze kriechen. So authentisch, facettenreich, grenzenlos und absurd ist sein Spiel, so dass man ihn schon mal auf die Oscar-Liste setzen kann. Es ist spannend wie ein gutaussehender Mann wie Tom Cruise immer mit einer Maske, welche ihn hässlich macht, zu neuen Höhen emporsteigt. Jede Eitelkeit ist aus ihm gewichen und er agiert wie wenn es um sein Leben ginge. Aber ehrlich gesagt, darum geht es auch.

Die weiteren Darsteller stehen ihm in nichts nach. Jeder von Ihnen schießt aus vollen Rohren oder arbeitet sich aus der dritten Reihe systematisch bis in den Spot vor und hält einen Theatermonolog, der einem den Atem verschlägt. Den das ist Theater auch: Hoffnung, Freude und Verarbeitung von Traumata. Den Film DIGGER sollte man somit wie einen Theaterbesuch planen. Mit besonderem Dresscode und einer gut selektierten Begleitung sollte man in den Kinosaal flanieren und Platz nehmen zum Weltuntergang.

Wenn man dann den Kinosaal verlässt ist die Welt eine andere und man muss mit einem langen Gespräch das Gesehene verarbeiten, sortieren und Schlüsse für sich selbst ziehen. Dabei gibt es aber eine Trost für uns: Es ist noch Zeit um Dinge zu ändern, wenn auch wenig. In DIGGER scheint das nicht so!!!

Hope – Der Tragödie erster Teil

Titel: Hope

Regie: Na Hong-Jin

Besetzung: Hwang Jung-min, Hoyeon, Zo In-sung, Alicia Vikander, Michael Fassbender

Kinostart: 08.10.2026

Trailer: HOPE | Offizieller Trailer (DEUTSCH) | Ab 8. Oktober im Kino

In dem abgelegenen südkoreanischen Dorf Hope Harbor werden Polizeipostenleiter Bumseok (Hwang Jung-min) und die Polizistin Sung-ae (Hoyeon) gerufen, um eine mysteriöse Kreatur aufzuspüren, die im Dorf Chaos angerichtet hat. Im nahe gelegenen Wald nimmt ein Jägertrupp um Sung-ki (Zo In-sung) die Verfolgung der Bestie auf – nur um selbst zur Beute zu werden. Doch der Schein trügt. Aus Unwissenheit erwächst eine Katastrophe, die durch menschliche Konflikte zu einer Tragödie kosmischen Ausmaßes eskaliert.

Das ist mal das Setting des Films und zeigt wie man als Zuschauer mit voller Kraft in die Handlung gezogen wird. Schon von Anfang an spürt man die Bedrohung, welche im Raum steht und entdeckt gemeinsam mit den koreanischen Protagonisten die riesige Bedrohung bis sie eine ganz neue Dimension erreicht. Dabei wird die Gefahr durchgehend von westlichen SchauspielerInnen dargestellt und führt zu einem spannenden Kontrast. Noch dazu, da man die DarstellerInnen des Bösen nie vollumfänglich sieht, da sie über CapMotion in die Aliens projiziert werden.

Es kommen aber noch weitere Gegensätze zur Geltung. Neben den Spezialeffekten für die Aliens werden bei den Sets und bei den Stunts so wenig wie möglich künstliche Effekte benutzt. Viele Settings sind zu 100 Prozent real gebaut. Der radikale Einsatz der SchauspielerInnen wird noch dadurch verstärkt, dass sie etliche Stunts selbst machen. Zo In-sung als Sung-ki ist hier am stärksten vertreten und hat nur die Stunts nicht selbst gemacht, welche man nicht überleben kann. Die Trennung zwischen den zwei Kategorien kann man als Zuschauer leicht erkennen, da auch hier mit Extremen gearbeitet wird.

Neben diesen ganzen Erklärungen muss man aber eine Sache unbedingt wissen: Hope ist als erster Teil einer Trilogie geplant, was aber nirgends angekündigt ist. Wenn man das nicht weiß, so wirkt der Film im letzten Drittel sehr verfahren und durcheinander. Es werden Erzählstränge geöffnet die abrupt abbrechen und das Ende ist mehr als offen.

Über seine Vision sagt der Regisseur: „Letztlich will der Film vermitteln, dass alle Tragödien der Welt aus Missverständnissen entstehen. Hope erzählt diese Geschichte in rasantem Tempo und auf höchst unterhaltsame Weise.“ Na Hong-jin verspricht einen unvergleichlichen filmischen Nervenkitzel, der das Publikum an die Leinwand fesselt und noch lange nach dem Abspann nachwirkt. Das können wir bestätigen, wenn man bedenkt, dass es nach diesem Film voraussichtlich noch zwei weitere geben wird um die Geschichte zu Ende zu erzählen.

Queere Satire auch für Heteros

Titel: JIM QUEEN

Regie: Marco Nguyen & Nicolas Athané

Autoren: Nicolas Athané, Simon Balteaux, Brice Chevillard

Kinostart: 24.09.2026

Trailer: JIM QUEEN Trailer German Deutsch (2026)

JIM QUEEN spricht ein breites Publikum an, einschließlich Heteros. Dies gelingt vor allem durch die Figur des Lucien, eines Neulings, der gemeinsam mit den Zuschauern die vielen Facetten der schwulen Welt entdeckt. In Lucien können sich sowohl schwule Männer als auch Heteros wiederfinden. Er ist fasziniert von der glitzernden schwulen Szene und findet langsam heraus wie es hier so funktioniert.

Dabei wird die schwule Community von einem seltsamen und gefährlichen Virus bedroht: Der Heterose. Dieser Virus führt dazu, dass man langsam zum Hetero wird. Hier kommt auch schon die Satire dazu, denn die ersten Anzeichen sind, dass man sich schlecht kleidet und für Fußball interessiert. Wenn der Held des Films Jim Parfait dann auf einmal Abseits versteht wirkt es wie eine schwule Katastrophe.

Animation ist dabei ein Medium, in dem alles möglich ist. Bei JIM QUEEN dient es dazu, den Zuschauern das schwule Leben näherzubringen – den Wunsch nach Toleranz, nach Zusammenleben, nach Akzeptanz und nach dem Mut, man selbst zu sein. Es soll jüngeren Generationen auch vermitteln, dass es heute möglich ist, schwul und glücklich zu sein, auch wenn wir uns nach wie vor mit einer sehr maskulinen und patriarchalischen Welt auseinandersetzen müssen.

Der Film ist universell und kommt zum richtigen Zeitpunkt. Schwule oder queere Figuren sollen heute möglichst unsichtbar gemacht werden: Kürzungen bei den Fördermitteln, Ausgrenzung auf den Plattformen … Zugegeben, die Kontroverse ist eine reale Gefahr, aber JIM QUEEN kommt in guter Absicht, und vertritt Werte wie Akzeptanz und gegenseitiges Verständnis. Dabei setzt er auf die entwaffnende Wirkung von Humor. Ohnehin ist Humor die beste Waffe, die man der aktuellen Weltlage entgegensetzen kann.

Zauberhaft junge Schwestern?!?

Titel: Zauberhafte Schwestern 2 – Practical Magic 2

Regie: Susanne Bier

Besetzung: Sandra Bullock, Nicole Kidman, Dianne Wiest, Stockard Channing, Lee Pace

Kinostart: 10.09.2026

Trailer: https://youtu.be/_X1u6NZdzvw?si=q_DsEM6IKgcw6ZHY

Die wichtigste Frage zuerst: Warum sehen Sandra Bullock und Nicole Kidman in „Zauberhafte Schwestern 2“ als Hexen so jung aus obwohl der erste Teil vor 30 Jahren gedreht wurde?

Nun das hat viele Gründe:

Hollywood-Maske: Professionelles Make-up betont die Züge und kaschiert Schatten.
Spezielle Beleuchtung: Weiches Licht im Studio nimmt dem Gesicht harte Konturen.
Digitale Effekte: Szenen werden oft am Computer nachbearbeitet, um die Haut glatter wirken zu lassen.
Lebensstil: Beide achten privat sehr auf Sport, Ernährung und Hautpflege.
Die Rolle: Als Hexen im Film haben sie ohnehin einen Hauch von Magie.

Diese Gründe kann nun jeder für sich selbst werten, aber es ist schon erstaunlich wie wenig älter die beiden wirken. Bei Nicole Kidman wirkt das natürlich. Sandra Bullock hingegen wirkt teilweise wie eingefroren. Wenig Mimik und oft das gleiche ebenmäßige Gesicht. Das ist aber nicht das einzige gut gestylte in diesem zweiten Teil.

Der ganze Film ist vollständig aus- oder besser gesagt überproduziert. Die Settings sind perfekt gemacht und durch die Bank sehr schön anzusehen. Da gibt es wenig das natürlich erscheint. So sind leider auch die Witze und Dialoge. Alles wirkt gestelzt und designed. Natürlich ist die Geschichte vorhersehbar und von dem Ende wollen wir gar nicht sprechen.

„Zauberhafte Schwestern 2“ ist was er ist. Ein zweiter Teil, der passend als Mainstream-Film zwischen den Sommer und Halloween gelegt ist. Produzierte Unterhaltung und nicht mehr oder weniger. Das gilt neben Sandra Bullock und Nicole Kidman auch für den restlichen Cast.

Sehr positiv ist, dass der Film fast nur mit weiblichen Rollen besetzt ist. Das ist erfrischend und hier sind die Männer die Ausstattung und die Abziehbilder. Das ist gut und wichtig. Doch für einen weiteren weiblichen Oskar wird das wohl kaum reichen.

LONDON, ENGLAND – AUGUST 26: (L-R) Dianne Wiest, Maisie Williams, Joey King, Susanne Bier, Sandra Bullock, Nicole Kidman, Stockard Channing, Solly Mcleod and Xolo Maridueña attend the Practical Magic 2 European Premiere at the Odeon Luxe Leicester Square on August 26, 2026 in London, England. (Photo by Eamonn M. McCormack/Getty Images for Warner Bros.)

Spiderman – Superhelden privat

Titel: Spider-Man – Brand New Day

Regie: Destin Daniel Cretton

Besetzung: Tom Holland, Zendaya, Jacob Batalon, Sadie Sink, Jon Bernthal, Tramell Tillman, Michael Mando und Mark Ruffalo

Kinostart: 29.07.2026

In „Spider-Man – Brand New Day“ ist der private Hintergrund unserer Superhelden das zentrale Thema. Das klingt zuerst langweilig, bringt aber eher die notwendige Tiefe in einen Marvel-Film, die ansonsten oft fehlt. So sind wir bei Spider-Man, Black Widow, Hulk und dem Punisher zu Hause oder an ihrem Arbeitsplatz. Das macht Spaß, wenn man mal den Tassenschrank beim Punisher aufmachen kann und sieht welche Bilder da drin kleben. Das macht sie menschlich, greifbar und witzig.

Es geht aber auch darum wie weit ist ein Superheld wirklich ein Held oder wie nah kann er auch am Monster sein. Diese Frage stellt sich HULK täglich und auch bei den anderen Superhelden und Superheldinnen gibt es schon Grenzüberschreitungen. Das macht den Kampf mit den vermeintlich Bösen nicht leichter. Zumal auch diese gute Seiten haben. Mit einem Satz: Es ist kompliziert.

Was „Spider-Man – Brand New Day“ aber wieder so richtig auflockert sind die oft mit Ironie durchzogenen Actionszenen. Diese sind inzwischen so ausgereift, dass man sich diesen Film definitiv in Motion Seats (Bewegten Kinosesseln) gönnen sollte. Denn auch die langsamen Szenen werden mit spannenden kleinen Bewegungen unterstützt.

Leider ist aber auch dieser Spider-Man sehr vorhersehbar und man erkennt schon in der ersten Sekunde, welcher Gutmensch später zum Bösen wird und andersrum. Story-Twister zeichnen sich schon weit vorher ab und so werden die 145 Minuten dann doch lang. Am Ende hat man zwar eine gute persönliche Zeit erlebt, aber für ein bewegendes Kinoerlebnis braucht es dann schon mehr. Spiderman ist eben dann doch nur Mainstream, aber dennoch gut.

DIE ODYSSEE – Eine neue Perspektive

Regie: Christopher Nolan

Besetzung: Matt Damon, Tom Holland, Anne Hathaway, Robert Pattinson, Lupita Nyong’o, Samantha Morton, John Leguizamo, Zendaya

Kinostart: 16.07.2026

Trailer: https://youtu.be/v8yWPRdNJNs?si=eS7LLyZiezCzwIhh

THE ODYSSEY, written, produced, and directed by Christopher Nolan.

Wer den Plan hat „Die Odyssee“ im Kino anzusehen, der sollte sich dafür genauso gut vorbereiten wie der Regisseur Christopher Nolan und sein Hauptdarsteller Matt Damon. Nolan hat den Stoff aufgesaugt, ihn bearbeitet, in die heutige Zeit übertragen und ihm zu guter Letzt einen neuen wichtigen Fokus gegeben. Wer dies nachvollziehen will, der sollte sich Homers Odyssee am besten vorab zu Gemüte führen. Matt Damon hatte auch zuerst Homers Odyssee gelesen und dann erst das Drehbuch. So kann man den Film wohl am besten verstehen. Denn von leichter Unterhaltung kann man bei diesem fast dreistündigem Epos wohl kaum sprechen. Überdies hat sich Matt Damon vor den Dreharbeiten in Actionhelden-Form gebracht, damit er die Strapazen der Drehs übersteht. Laut seiner Aussage gab es keinen einzigen einfachen Tag bei diesem Film und jeder einzelne Tag wäre bei jedem anderen Film der härteste Tag gewesen.

THE ODYSSEY, written, produced, and directed by Christopher Nolan.

Aber das ist erst die Basis für dieses Epos. Durch die Länge des Films erlebt man die lange Zeit der Odyssee am eigenen Leib. Dabei wird man aber so in das Geschehen gezogen, dass die 173 Minuten nie lang wirken. In den ruhigeren Momenten des Films hängt man den eigenen Gedanken nach, den Nolan gelingt es die Odyssee in die heutige Zeit zu übertragen. Man erkennt klar die Geschichten, die man schon so oft gehört und gesehen hat. Diese sind aber auf einem sehr realistischen Level. Der Zyklop zum Beispiel ist abgrundtief hässlich. Die Bedrohlichkeit ist spürbar und zeigt wie groß die Gefahren für Odysseus und seine Gefährten waren.

Matt Damon (center) is Odysseus in THE ODYSSEY, written, produced, and directed by Christopher Nolan.

Neben den Gefahren erlebt man auch die Entwicklung des „Helden“ Odysseus, der erkennt, dass es in der ganzen Geschichte nur wenig Heldentum gibt. Zentral im Film sind 2 Szenen. Zuerst der Teil der Sirenen. Seine Gefährten verstopfen sich die Ohren mit Wachs, aber Odysseus lässt sich an den Mast binden und erträgt die verlockenden und toxischen Gesänge. Sie bringen ihn zu einer Erkenntnis, die auch die Sicht des Zuschauers auf die Odyssee verändert. Die zweite Szene ist die Fahrt in die Unterwelt, den so genannten Hades. Odysseus erfährt hier viele Prophezeiungen und Wahrheiten. Er wäre aber nicht der listenreiche Krieger, wenn er nicht seinen ganz eigenen Umgang mit diesen plant.

Matt Damon is Odysseus in THE ODYSSEY, written, produced, and directed by Christopher Nolan.

Es muss an dieser Stelle aber auch noch auf die vielen weiteren Charaktere der Odyssee und den fantastischen Schauspielenden verwiesen werden. Jeder nähert sich seiner Rolle auf sehr persönliche Art und Weise. So sind es echte Menschen, welche die Rolle nicht spielen, sondern verkörpern. Man kann gar nicht beurteilen, ob sie sich der Rolle von Innen oder von Außen nähern. Sie sind diese Figur zu 100% und sie sind auch sich selbst zu 100%. Ein Widerspruch, der aber in fast allen Nolan Filmen so stattfindet.

L to R: Mia Goth is Melantho and Anne Hathaway is Penelope in THE ODYSSEY, written, produced, and directed by Christopher Nolan.
Robert Pattinson is Antinous in THE ODYSSEY, written, produced, and directed by Christopher Nolan.
John Leguizamo is Eumaeus in THE ODYSSEY, written, produced, and directed by Christopher Nolan.
Tom Holland is Telemachus in THE ODYSSEY, written, produced, and directed by Christopher Nolan.

Abschließend sei festgehalten, dass dieser Film eine neue Perspektive auf die Odyssee bietet. Sie ist faszinierend, verstörend und vor allem eine Perspektive aus der heutigen Zeit. Matt Damon ist sicher im eigentlichen Sinn nicht die Idealbesetzung des Odysseus, aber in diesem Nolan Film der Odyssee ist er passend und verkörpert die Idee des Regisseurs. Diese Idee wird auch von dem sphärischen und faszinierenden Soundtrack von Ludwig Göransson getragen, die man nach dem Film noch lange im Unterbewusstsein mit sich trägt. Das ist das eigentliche Verdienst dieses Films: Man nimmt viel Neues mit von einer Geschichte, die man eigentlich schon in und auswendig kennt. Wann kann man das schon mal von einem Kinobesuch sagen.

Director Christopher Nolan (center frame, arm raised) on set of his film THE ODYSSEY, written, produced, and directed by Christopher Nolan.

Marsupilami – Einfach toll

Titel: Marsupilami

Regie: Philippe Lacheau

Besetzung: Philippe Lacheau, Jamel Debbouze, Tarek Boudali, Élodie Fontan und Jean Reno

Kinostart: 20.08.2026

Trailer: https://dai.ly/xalnfwq

Also zuerst mal die Basics für alle, die das Marsupilami vielleicht noch nicht kennen: Das Marsupilami ist ein Tier des (fiktiven) Dschungels von Palumbien. Ausgedacht hat sich dieses Phantasiewesen der belgische Comicautor André Franquin. Es tauchte 1952 erstmals in der Comicserie Spirou und Fantasio auf. Sein Fell ist entweder einfarbig gelb, schwarz oder gelb und schwarz gepunktet. Das Marsupilami verfügt über herkulische Kräfte und wird wütend, wenn man ihm, seiner Familie oder dem Dschungel zu nahekommt. Die größte Besonderheit und wichtigste Waffe des Marsupilami ist sein acht Meter langer Schwanz, den es als eine Art Keule zur Verteidigung einsetzt. Zu diesem Zweck macht das Marsupilami einen Knoten in sein Schwanzende. Der Name Marsupilami ist ein Mix aus den Wörtern „Marsupialia“, der zoologischen Bezeichnung für Beuteltiere, sowie dem Wort „ami“, das auf Deutsch „Freund“ bedeutet.

Es ist für den Film nämlich sehr wichtig, was das Marsupilami ist und was es kann. Das Marsupilami kann klettern, laufen und mehrere hundert Meter tief und unendlich lang tauchen. Seine Leibspeisen sind Fische (besonders Piranhas), Flöhe, Ameisen und Früchte. Es hat eine einfache Sprache, kann aber einzelne Wörter und ganze Sätze nachsprechen. Eine der bekanntesten Laute des Marsupilamis ist wohl „Huba! Huba!“ Das Marsupilami kann ebenso stark wie süß sein, ist intelligent und schelmisch.

Zusammengefasst: Das Marsupilami ist einfach toll und ein Super-Kumpel. Das erlebt auch der 8 jährige Léo, der mit seinen geschiedenen Eltern eine überraschende Kreuzfahrt macht, die mit vielen Gefahren gespickt ist. Aus unterschiedlichen Gründen werden sie vom Zoll, von einer Söldnertruppe und der Besatzung des Kreuzschiffes gejagt. Zum Glück haben sie aber das Marsupilami im Team, dass sich sehr erfolgreich für sie körperlich einsetzt.

Der Film ist aber so viel mehr als diese turbulente Handlung. Es ist eine Comedy-Truppe auf höchstem Niveau. Sowohl der Regisseur als auch einige der Schauspieler kommen aus der Comedy und haben ein Gespür für gut platzierte Gags, das richtige Timing und die passenden Überraschungen. Beim Dreh wurde jede Szene mit dem Comedian Jamel Debbouze auch einmal improvisiert, um auch spontane Ideen einzubringen. Das merkt man als Zuschauer und das Lachen platzt öfter aus einem heraus.

„Marsupilami“ ist aber auch cineastisch ein Highlight. So werden viele andere Filme zitiert: „E.T.“, „Indiana Jones“, „Der Transporter“, „Gremlins“, aber auch Mangas wie Dragon Ball Z. Das gibt dem Ganzen Tiefe und schafft großartige Momente. Wer also Lust auf einen Film hat, der einem auf hohem Niveau zum Lachen bringt, dem sei das Marsupilami ans Herz gelegt. Wir haben den Film mit Jugendlichen getestet und auch sie waren voll begeistert. Hier die Zitate der jugendlichen Kinokritiker: „Ich finde dass es sehr viele Ereignisse auf einmal gibt. Aber das gehört ja zum Marsupilami dazu.“ – „Ich fand dem Film witzig“ – „Ich finde, dass der Film lustig war und das es nichts zu verbessern gibt.“ Somit ist es definitiv ein Film für die ganze Familie.