Archiv der Kategorie: Science Fiction

MERCY – Filmbesprechung durch die KI

Hier nun eine Premiere bei hotcritics.com. Wir zeigen hier eine Filmbesprechung welche durch eine KI erstellt wurde. Wir wünschen viel Inspiration.

Filmbesprechung: MERCY (Kinostart: 22. Januar 2026)

Mit MERCY präsentiert Regisseur Timur Bekmambetov einen packenden Sci‑Fi‑Thriller, der gleichermaßen als Zukunftsvision, Gesellschaftskommentar und Hochspannungs‑Krimi funktioniert. Der Film verankert seine Story nur wenige Jahre in der Zukunft – im Jahr 2029 – und schafft gerade dadurch eine beunruhigende Nähe zur Realität.

  • Ein Albtraum auf Knopfdruck
Chris Pratt stars as Chris Raven in MERCY, from Amazon MGM Studios. Photo credit: Justin Lubin © 2025 Amazon Content Services LLC. All Rights Reserved.

Der Polizist Chris Raven (Chris Pratt) erwacht gefesselt in einem futuristischen Verhörstuhl – dem „Mercy Chair“. Ihm gegenüber sitzt keine menschliche Richterin, sondern eine hochentwickelte KI, verkörpert durch Rebecca Ferguson als unnahbare und zugleich faszinierende Judge Maddox. Die Anklage lautet: Mord an seiner Frau. Die Zeit, seine Unschuld zu beweisen: 90 Minuten.

Was den Fall so brisant macht: Jede Kamera, jedes Smartphone, jede Aufnahme aus öffentlicher und privater Überwachung ist für die KI einsehbar. Die gesamte digitale Welt fungiert als Beweismaterial – ein allgegenwärtiger Spiegel, der den Angeklagten retten oder vernichten kann. Je nachdem, welche Daten die Maschine als glaubwürdig oder belastend einstuft.

  • Faszination Screenlife – Kino als Datenstrom
Actor Chris Pratt and director Timur Bekmambetov on the set of their film MERCY, from Amazon MGM Studios. Photo credit: Justin Lubin © 2025 Amazon Content Services LLC. All Rights Reserved.

Bekmambetov, Begründer des „Screenlife“-Genres (Searching, Unfriended), kombiniert klassische Filmästhetik mit der Informationsflut moderner Technologie. MERCY spielt sich zwar nicht ausschließlich auf Bildschirmen ab, nutzt diese aber als integralen Bestandteil der Erzählung: Bodycam-Aufnahmen, Social‑Media‑Feeds, Drohnenbilder und Cloud-Datenwebs verweben sich zu einer kaleidoskopartigen Chronik von Ravens Leben.

Das Ergebnis ist ein visuell überwältigender Thriller, der die Grenzen zwischen Realität, digitaler Identität und Manipulation verwischt.

  • Darstellerische Höhepunkte
Chris Pratt stars as Chris Raven in MERCY, from Amazon MGM Studios. Photo credit: Courtesy of Amazon MGM Studios © 2025 Amazon Content Services LLC. All Rights Reserved.

Chris Pratt zeigt hier eine seiner nuanciertesten Leistungen der letzten Jahre. Fernab seiner gewohnten Blockbuster‑Leichtigkeit verkörpert er einen Mann zwischen Panik, Selbstzweifel und verzweifeltem Überlebenswillen.

Rebecca Ferguson stars as Judge Maddox in MERCY, from Amazon MGM Studios. Photo Credit: Courtesy of Amazon MGM Studios

Rebecca Ferguson brilliert als Judge Maddox – eine KI, die zunächst rein logisch und emotionslos wirkt, deren Prozess aber nach und nach subtile Risse zeigt. Ihr Spiel macht die Frage spannend, ob eine Maschine wirklich objektiv urteilen kann – oder ob sie, wie der Mensch, blinde Flecken entwickelt.

Actor Kali Reis, director Timur Bekmambetov and actor Chris Pratt on the set of their film MERCY, from Amazon MGM Studios. Photo credit: Justin Lubin © 2025 Amazon Content Services LLC. All Rights Reserved.

Auch die Nebenrollen – darunter Annabelle Wallis, Kylie Rogers und Kali Reis – tragen zur emotionalen Tiefe bei und erweitern das Puzzle rund um Wahrheit, Schuld und Erinnerung.

  • Aktueller denn je

Die Themen von MERCY – Überwachung, KI‑Ethik, digitale Vorverurteilung – wirken nicht übertrieben futuristisch, sondern erschreckend plausibel. Das Presseheft verweist sogar auf reale Projekte, etwa KI‑basiertes „Predictive Policing“ oder digitale Entscheidungsalgorithmen in Gerichtssystemen. Der Film stellt Fragen, die uns längst betreffen:

  • Wie viel Macht sollte eine Maschine über menschliches Leben haben?
  • Was passiert, wenn Daten falsch interpretiert werden – oder manipuliert sind?
  • Ist völlige Transparenz ein Schutz oder eine Waffe?

MERCY macht aus diesen Fragen kein philosophisches Kammerspiel, sondern einen temporeichen Thriller, der gleichzeitig unterhält, provoziert und nachdenklich stimmt.

Kali Reis stars as Ana in director Timur Bekmambetov’s film MERCY, from Amazon MGM Studios. Photo credit: Justin Lubin © 2025 Amazon Content Services LLC. All Rights Reserved.
  • Fazit

MERCY ist ein mitreißender, hochaktueller Science‑Fiction‑Thriller, der Spannung mit gesellschaftlicher Relevanz verbindet.

Bekmambetov nutzt innovative Technik, um ein Szenario zu entwerfen, das nur einen Schritt von unserer Gegenwart entfernt scheint. Chris Pratt und Rebecca Ferguson liefern herausragende Performances in einem Film, der die Frage stellt, wie viel Kontrolle wir bereit sind, einer künstlichen Intelligenz zu überlassen – und was passiert, wenn wir diese Grenze überschreiten.

Ein Muss auf der großen Leinwand – nicht nur wegen der spektakulären visuellen Umsetzung, sondern vor allem, weil der Film eine Diskussion eröffnet, die uns alle betrifft.

MERCY – KI ist nur ein Tool

Titel: MERCY

Regie: Timur Bekmambetov

Besetzung: Chris Pratt, Rebecca Ferguson, Kali „K.O.” Mequinonoag Reis, Annabelle Wallis, Chris Sullivan

Kinostart: 22.01.2026

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=Pl3WHWBOTiQ

Endlich ein Film, der die KI mal so darstellt wie oder besser was sie ist: Ein Tool, ein Werkzeug, etwas was Menschen anwenden können. Zugegeben MERCY ist hier schon ein sehr mächtiges Werkzeug. Der Name MERCY (Erbarmen) trifft es auch nicht genau. Sie ist nämlich Richterin, Ermittlerin und Vollstreckerin in einer KI. Somit ein Agentic-System, dass mehrere KI-Agents koordiniert. Da die Verbrechenszahlen in der nahen Zukunft exponentiell nach oben gestiegen sind, benötigt man Automatisierungen und Optimierungen durch die KI um damit fertig zu werden.

Rebecca Ferguson stars as Judge Maddox in MERCY, from Amazon MGM Studios. Photo Credit: Courtesy of Amazon MGM Studios

Das funktioniert auch gut. Durch 18 durchgeführte Fälle – bei denen jeweils die Schuld bewiesen wurde – sind die Verbrechen stark gesunken. Aber beim 19ten Fall ist alles anders, da jetzt der Police-Detektive Chris Raven vor dem KI-Gericht steht. Er war ursprünglich an der Entwicklung bzw. Einführung der KI beteiligt und stand einst hinter dem System, bevor er jetzt selbst davor landet. Er trifft hier auf Judge Maddox, eine hochentwickelte KI-Instanz, die in einem speziellen „Mercy Court“ über Kapitalverbrechen verhandelt und Urteile fällt. Chris hat nun genau 90 Minuten Zeit um seine Unschuld zu beweisen und kann dabei auf alle Kameras, Beweise und Telefonverbindungen zugreifen. Dabei laufen im Film exakt die 90 Minuten ab, welche im Gericht von Chris durchlebt werden.

Chris Pratt stars as Chris Raven in MERCY, from Amazon MGM Studios. Photo credit: Justin Lubin © 2025 Amazon Content Services LLC. All Rights Reserved.

Spannend in „MERCY“ ist, dass hier die KI nicht als allumfassende Gefahr und Feind dargestellt wird. Es ist eine sehr reife Sicht auf die KI, welche wohl nur durch einen Regisseur umgesetzt werden kann, der sich im Thema auskennt. Der Regisseur Timur Bekmambetov ist „leidenschaftlich“ an der digitalen Welt interessiert und nutzt MERCY bewusst, um zu zeigen, wie sehr unser Alltag bereits aus Fenstern, Klicks und Nachrichten besteht. Mit der Gerichts-KI geht er einen Schritt weiter, nämlich zu den Agentic-Systems. MERCY stellt KI als extrem leistungsfähiges Werkzeug dar, das jedoch nie „Alternative zum Menschen“ werden sollte, sondern Hilfsmittel, das menschliche Entscheidungen unterstützt und genau so agiert es.

Actor Chris Pratt and director Timur Bekmambetov on the set of their film MERCY, from Amazon MGM Studios. Photo credit: Justin Lubin © 2025 Amazon Content Services LLC. All Rights Reserved.

Neben diesen ganzen technischen Details ist MERCY aber auch noch ein sehr guter actionreicher Krimi. Chris Raben muss schnell und mit all seiner Erfahrung als Detektive seine Unschuld beweisen. Hierbei ist es offen, ob er es einerseits schaffen wird und ob er andererseits überhaupt unschuldig ist. Das ist spannend und zieht den Zuschauer in die Gerichtsverhandlung von Chris durch die AI. Anfängliche Sympathien bröckeln und man beginnt selbst zum Detektive zu werden und den Fall zu lösen. Das gelungene Ende des Films belohnt dann die eigenen Ermittlungen und man hat in einem äußerst spannendem Trailer gelernt was die KI eigentlich ist: Ein Tool. Eine Besonderheit sei noch erwähnt. Die Darstellerin der Police-Team-Partnerin Ana wird von Kali Reis dargestellt. Sie ist eine US-amerikanische Profiboxerin und Schauspielerin. Sie ist Weltmeisterin in zwei Gewichtsklassen und hält seit 2020 den WBA-Titel im Halbweltergewicht, die WBO- und IBO-Titel im Halbweltergewicht seit 2021; und den WBC-Titel im weiblichen Mittelgewicht im Jahr 2016. Somit sind die realistische Kampfszenen in MERCY perfekt umgesetzt und bieten den nötigen ernsthaften Background.

Kali Reis stars as Ana in director Timur Bekmambetov’s film MERCY, from Amazon MGM Studios. Photo credit: Justin Lubin © 2025 Amazon Content Services LLC. All Rights Reserved.

STAR WARS – Fans sind in der Stadt

Titel: STAR WARS – The fans strike back

Ort: Arnulfstraße 195-199. Pineapple Park. 80634 München

Öffnungszeiten: Mo. – So.: 10:30 bis 19:30 Uhr

(Ausstellung schließt 1 Stunde nach dem letzten Einlass)

Dauer: 18.11.2025 – 28.02.2026

Na das war ja mal richtig viel Arbeit!!!!! Es ist sehr beeindruckend wie viel Aufwand die STAR WARS Fans in diese Ausstellung gesteckt haben. Bei den sehr detailverliebten Modellen wurde eine Präzession umgesetzt, wie man sie eigentlich nur von Profis erwartet. Das wird bereits beim ersten Modell deutlich: Einem sehr detaillierten Millennium-Falken, den man sofort in einem STAR WARS Film einsetzen könnte. Dazu läuft ein Clip des STAR WARS Fans, der hier etliche Stunden, Tage, Wochen und Monate an Arbeit investiert hat. Liebevoll erklärt er die einzelnen Techniken und Herausforderungen. Man spürt die Liebe zum STAR WARS Universum und würde am liebsten mit ihm über die ganze Saga diskutieren.

Der Millennium-Falke ist aber nur der Auftakt. In einer sehr großen Ausstellung geht es immer weiter mit neuen Welten und Überraschungen. Einige sind sehr groß und füllen ganze Räume. Andere sehr klein und ziehen den Besucher in den Bann. Es sind nicht nur die unterschiedlichen STAR WARS Welten, welche hier begeistern, sondern auch die Bandbreite der Ideen zur Umsetzung. Zum Vergleich sind auch einige Figuren von HASBRO ausgestellt, welche ebenfalls mit viel Liebe zum Epos von George Lucas erstellt wurden. Denn auch in den kommerziellen Produkten sind Fans am Werk, die Ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht haben.

Bemerkenswert ist die 1:1 Umsetzung des Pod-Racer von Anakin Skywalker mit Jar-Jar Bings und Watto. Watto ist ja bekanntlich der Inhaber des Schrottplatzes in Mos Espa auf dem Anakin Skywalker arbeiten muss. Hier hat Anakin dann seinen Pod-Racer aus Schrottteilen gebaut. Auch das Fan-Modell des Pod-Racer ist aus vielen Schrottteilen zusammengebaut. Aber eben auf der Erde und nicht auf dem Planeten Tatooine. Hier schließt sich ein Kreis und der Besucher kann direkt den Schrott berühren aus dem der Racer gebaut ist. Das Ganze sieht auch noch fantastisch aus und man würde gerne einsteigen um ein Rennen zu fahren.

Fehlen dürfen natürlich auch nicht die Fan-Filme. Hier scheut man sich nicht auch mal nicht ganz perfekte Exemplare zu zeigen. So wird klar, wie viel Aufwand man braucht um einen STAR WARS Film zu drehen. Daneben gibt es aber auch Fan-Filme welche schon nahezu perfekt sind. Die Spanne zwischen Begeisterung und Können ist eben auch bei Fans groß.

Alles in allem sind die Ausstellungsstücke sehr bemerkenswert und beeindruckend. Dazu können Fans auch etwas bauen, was nicht von Lucas/Disney abgenommen ist. So sieht man zum Beispiel einen Samurai-STAR WARS Helm, den es aber gar nicht im STAR WARS Universum gibt. Er verdeutlicht die Nähe von STAR WARS zu den Werten und Ästhetiken der Samurai. Somit erkennt der Besucher neue Zusammenhänge und hat am Ende ein tieferes Verständnis von STAR WARS. Für den Fan ein Muss und auch für Besucher, welche zum Beispiel nur die ersten Filme kennen, äußerst unterhaltsam. Die Ausstellung läuft noch bis zum 28.02.2026

Bugonia – Verschwörungstheorie für Fortgeschrittene

Titel: Bugonia

Regie: Yorgos Lanthimos

Besetzung: Emma Stone, Jesse Plemons, Aidan Delbis,                             Stavros Halkias, Alicia Silverstone

Kinostart: 30.10.2025

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=n5r3JYud6pY

Verschwörungstheorien sind spätestens seit Corona stark im Aufwind. Was vor dem Internet nur für einzelne Persönlichkeiten von Bedeutung war, nimmt nun zu. Die eigentliche Bedrohung wird aber in Bugonia deutlich. Verschwörungstheorien zerstören nachhaltig und zersetzen die Substanz der Gesellschaft. Zugegeben, der Film hat Längen und man muss schon geduldig sein. Man wird langsam immer mehr in den Kaninchenbau der Verschwörungstheorie hineingezogen. Schön ist die Verschwörungswelt auch nicht. Verlorene Seelen in heruntergekommenen Umgebungen sind nervig und man will am liebsten weg. Aber sie sind eben da und strecken ihre Tentakeln in alle Richtungen.

(L to R) Aidan Delbis as Don and Jesse Plemons as Teddy in director Yorgos Lanthimos‘ BUGONIA, a Focus Features release. Credit: Atsushi Nishijima/Focus Features © 2025 All Rights Reserved.

Damit erreichen sie auch die bedeutende Firmenchefin, welche brillant von Emma Stone dargestellt wird. Sie wird entführt und es entwickelt sich ein Macht- und Meinungskampf mit skurrilen Entwicklungen. Als Kinobesucher wird man hier schon auf eine harte Probe gestellt. Es sei hier aber ohne Spoiler durchaus vermerkt, dass man am Ende dafür belohnt wird. Wenn man aus dem Kino geht, so hat man eine andere Sicht des Films und ggf. auch der Welt im Kopf. Es sei auch geraten sich den Abspann anzusehen, da auch er einige Verschwörungstheorien enthält.

Emma Stone stars as Michelle in director Yorgos Lanthimos‘ BUGONIA, a Focus Features release. Credit: Atsushi Nishijima/Focus Features © 2025 All Rights Reserved.

Alles in allem bekommt man mit Bugonia den Zugang zu einer Welt der Verschwörungstheorien, den man nicht kennt und ggf. auch nicht kennenlernen will. Aber die Theorien sind eben da und bergen essentielle Gefahren in sich, welche uns zu Denken geben sollten. Bugonia ist definitiv kein unterhaltsamer, aber ggf. ein wichtiger Film, damit die Macht der Verschwörungstheorien nicht immer größer wird.

(L to R) Actors Jesse Plemons and Emma Stone during the production of director Yorgos Lanthimos‘ BUGONIA, a Focus Features release. Credit: Atsushi Nishijima/Focus Features © 2025 All Rights Reserved.

TRON ARES: Depeche Mode Fandom

Titel: TRON ARES

Regie: Joachim Rønning

Besetzung: Jared Leto, Greta Lee, Evan Peters, Hasan Minhaj, Jodie Turner-Smith, Arturo Castro, Cameron Monaghan, Gillian Anderson, Jeff Bridges

Kinostart: 09.10.2025

Trailer: (14) Tron: Ares | Offizieller Trailer | Ab 9. Oktober nur im Kino – YouTube

HOLLYWOOD, CALIFORNIA – OCTOBER 06: (L-R) Cameron Monaghan, Evan Peters, Gillian Anderson, Jodie Turner-Smith, Jared Leto, Jeff Bridges, Greta Lee, Hasan Minhaj, Sarah Desjardins and Arturo Castro attends the World Premiere of Disney’s Tron: Ares at the TCL Chinese Theater in Hollywood, CA on October 06, 2025. (Photo by Alberto E. Rodriguez/Getty Images for Disney)

Am besten kann man TRON ARES verstehen, wenn man sich bewusst macht, dass es sich hier um eine PINOCCHIO-Erzählung handelt. Ares kommt in unsere Welt. Er lebt, aber er ist kein Mensch. So wie Pinocchio oder wohl besser wie die russische Adaption Burattino. Bei Burattino geht es um die Befreiung und den goldenen Schlüssel zur Freiheit. Diesen sucht auch Ares und sein Schöpfer Julian Dillinger, da Ares zuerst nur 29 Minuten lebensfähig ist.

Jared Leto as Ares in Disney’s Live Action TRON: ARES. Photo Courtesey of DIsney. © 2025 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.

Wenn man diese PINOCCHIO-Sicht mit in den Film nimmt so wird einem die gnadenlose Ehrlichkeit von Ares bewusst, welche man ansonsten bei all den Action-Kampf-Szenen schnell vergisst. So sollte man auf die leisen Töne, kurze Blicke und kleine Reaktionen von Ares achten. So kann man seine Gefühlswelt besser verstehen. Er muss das Fühlen erst mal lernen und ist hier noch denkbar unsicher. Dabei zögert er aber nicht und schreitet mutig voran, wie friedlicher Kriegsgott. Diese Diaspora zieht sich durch den Film.

Jared Leto as Ares in Disney’s TRON: ARES. Photo Courtesey of DIsney. © 2024 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.

Ignoriert man diesen Ansatz so scheint TRON ARES platt und oberflächlich zu sein. Durchaus mit schönen Bildern, aber eher eine Fassade. Der geneigte Zusehende kann hier aber leicht tiefer gehen und Antworten auf die Fragen des Zusammenlebens der künstlichen Intelligenz und der Menschheit finden. Dabei ist die Singularität (Selbsterkenntnis der künstlichen Intelligenz) im Film aber schon geschehen. Somit haben wir hier noch andere Voraussetzungen als in unserer aktuellen Realität. Aber diese Differenzierung wird von vielen aktuell nicht vorgenommen und ist auch in der Wahrnehmung des Films ein Problem. So werden selbständige Reaktionen von Ares als normal menschlich angesehen und nicht als riesige Errungenschaft.

Jared Leto as Ares in Disney’s TRON: ARES. Photo by Leah Gallo. © 2025 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.

Egal wie tief man in TRON ARES einsteigt, ein Genuss von Anfang bis Ende ist der Soundtrack. Nine Inch Nails (NIN) sind elektronische Vorreiter, die oft in Bezug mit Depeche Mode gesetzt werden. Damit spielt auch der Soundtrack von TRON ARES. Es werden Depeche Mode Songs von NIN interpretiert und teilweise auch im Original gespielt. Fantastisch ist auch ein Dialog in dem Ares seine Sicht auf Depeche Mode zum besten gibt. Ein Programm kann elektronische Musik wohl anders verstehen als ein Mensch.

Jodie Turner-Smith as Athena in Disney’s Live Action TRON: ARES. Photo by Leah Gallo. © 2025 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.

Im Ganzen ist TRON ARES ein Genuss und der Zuschauende kann selbst bestimmen wie tief er in die Materie eintaucht. Von den Effekten, Bildern und dem Soundtrack kann sich aber jeder begeistern lassen. Insbesonders die farbliche und bildtechnische Darstellung der 3 Grids ist intensiv. Hervorragend umgesetzt ist die an monochrom angelehnte Darstellung der Grids von TRON-Erfinder Kevin Flynn. Es ist schön anzusehen, wie fantastische 3 D Ares auf einmal blass, monochrom und low-tech wird. Das macht ihn auf komische Art noch menschlicher.

(L-R) Jared Leto as Ares and Jeff BRidges as Flynn in Disney’s Live Action TRON: ARES. Photo by Leah Gallo. © 2025 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.

The Creator

Regisseur: Gareth Edwards

Darsteller: John David Washington, Gemma Chan, Ken Watanabe, Sturgill Simpson, Madeleine Yuna Voyles und Allison Janney

Erscheinungsdatum: 28.09.2023

Trailer:

Es könnte so schön sein. Eine neue Art von Wesen könnte in friedlicher Koexistenz neben der bisherigen existieren. Ein Zusammensein mit gegenseitigem Respekt. Was aber schon im realen Leben oft nicht möglich ist, entspricht auch der Darstellung in der Fiction. Die Fiction von „The Creator“ ist aber so nah und derart realistisch, dass sie sich stetig mit unserer aktuellen Welt vermischt.

HOLLYWOOD, CALIFORNIA – SEPTEMBER 18: Displays and props are seen during a special screening of 20th Century Studios‘ „The Creator“ at TCL Chinese Theatre in Hollywood, California on September 18, 2023. (Photo by Alberto E. Rodriguez/Getty Images for 20th Century Studios)

Viele Wahrheiten sind in „The Creator“ zu hören, aber wichtiger ist das Schweigen, die Blicke, die Momente voller ungewöhnlicher Geräusche, versteckten Aktionen und Hinterhalten. Dazu gibt es noch den stetigen Konflikt der westlichen mit der asiatischen Welt. Wobei die asiatische Welt viel ausgeglichener, respektvoller und im Endeffekt auch voller wahrer Werte erscheint.

A scene still from 20th Century Studios’ THE CREATOR. Photo courtesy of 20th Century Studios. © 2023 20th Century Studios. All Rights Reserved.

Was wir schon oft auf Reisen erlebt haben wird durch den Konflikt mit der KI noch deutlicher auf die Spitze getrieben. Die asiatische Welt reagiert sehr gelassen und offen auf die KI. Als dann auch noch die Singularität real wird steigert sich das Tempo und die Konsequenzen. „The Creator“ saugt den Zuschauer in diese Welten, welche noch dazu unglaublich gut entworfen sind. So wird auch das Setting zu einer eigenen zusätzlichen Ebene und unterstützt die Wirkung.

A scene still from 20th Century Studios’ THE CREATOR. Photo courtesy of 20th Century Studios. © 2023 20th Century Studios. All Rights Reserved.

„The Creator“ spaltet die Meinungen und lässt wenige unberührt. Die einen finden in ihm ein Meisterwerk und die anderen nur einen kalten Aufguss des schon oft gesehenen. Auf alle Fälle gibt es einen neuen Blick auf die KI und auf die Singularität und ist somit schon einen Besuch wert.

HOLLYWOOD, CALIFORNIA – SEPTEMBER 18: Displays and signage are seen during a special screening of 20th Century Studios‘ „The Creator“ at TCL Chinese Theatre in Hollywood, California on September 18, 2023. (Photo by Alberto E. Rodriguez/Getty Images for 20th Century Studios)